|
Der Geschmack eines Bieres wird durch das Wasser mitbestimmt. Aus diesem Grund wurde im Norden Deutschlands bei relativ kalkarmen Wasser Pilsener gebraut und getrunken, wobei hingegen im Ruhrbereich Altbier und Kölsch bei einem höheren Kalkgehalt gebraut wurde. Doch neben dem Kalkgehalt, den man in Deutschland in °dH angibt enthält Wasser noch unzählige weitere Inhaltsstoffe die den Geschmack eines Bieres beeinflussen.
Doch, da man sich als Heimbrauer das Brauwasser nur selten aussuchen kann gibt es nicht viel, was unsereins für sein Wasser tuen kann. Hier hilft nur expirimentieren um zu sehen welches Bier einem mit seinem Brauwasser am Besten schmeckt. Das gute Leitungswasser in Deutschland ist aber dennoch in der Regel gut genug, dass sämtliche Biersorten gebraut werden können.
Wasserenthärtung
Trotz des guten Leitungswassers sollte man sich beim örtlichen Wasserwerk einmal informieren wie hoch die Restalkalität im Wasser ist. Sollte diese sehr hoch sein ist es beim Brauen von Bieren die nur wenig Körper haben und sehr trocken sein sollen empfehlenswert das Wasser zu enthärten.
Um Wasser zu enthärten gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann man das Wasser vorher einfach abkochen. Nach dem Abkühlen kann man das Wasser vorsichtig abschöpfen und am Boden bleibt der Kalk liegen. Doch für größere Mengen ist dies natürlich sehr unpraktikabel.
Eine zweite energiesparendere Methode ist es mit Ätzkalk das wasser zu entkalken.
Ich persönlich würde aber darauf zurückgreifen, Sauermalz zu verwenden. Dies ist ein Spezialmalz welches die Restalkalität der Maische heruntersetzt.
Fazit
Ich möchte trotzdem noch einmal unterstreichen, dass unser Leitungswasser in Deutschland durchaus ausrecht um gutes Bier, ohne Wasseraufbereitung, zu brauen.
Doch sollten Sie sehr kalkhaltiges Wasser haben und das Pils nicht richtig munden, denken Sie an diesen Artikel und versuchen Sie sich beim nächsten Bier eine andere Biersorte.
|